INFORMATIONSBLATT
F†R KURZ- UND LANGZEITEINS€TZLER
IN DER MBALIZI
EVANGELISTIC CHURCH (MEC)
MŠrz
2006, upgedated 2011
MEC –
Mbalizi Evangelistic Church
Die
Mbalizi Evangelistic Mission wurde 1957 durch Fritz und Myrta Lehner gegrŸndet.
Das GelŠnde in Mbalizi, eine verfallene Seifenfabrik und BŠckerei, wurde einem
griechischen HŠndler abgekauft. Die ganze Arbeit wurde im Sinne der
Pionierarbeit gestaltet.
Wo immer
mšglich etablierte man Buschschulen in den umliegenden Dšrfern. Eine einfache
medizinische Arbeit entstand in Mbalizi, da die Einheimischen mit ihren
gesundheitlichen Problemen bei den Missionaren Hilfe suchten. Hand in Hand mit
der praktischen Hilfe wurde von Anfang an die frohe Botschaft des Evangeliums
den Einheimischen nahe gebracht. Bald gehšrte auch eine 3-jŠhrige Schreinerausbildung
zu den Angeboten, und spŠter kamen weitere Missionare in den Bereichen
Spenglerei und medizinischer Arbeit dazu.
Im Jahre
1970, als Markus und Hanni Lehner nach Mbalizi kamen, begann Markus zusŠtzlich mit
Schweissarbeiten
und der Ausbildung von Automechanikern. Die Handwerkerschule wurde
wesentlich
vergršssert.
Nach
lŠngerer Zeit des Gebetes, nach
Absprache mit der Missionsleitung und Beratung mit den einheimischen
Mitarbeitern, einigte man sich darauf, die Missionsarbeit, die fast gŠnzlich
Europa bezogen war, in den Status Gemeinde/Kirche umzuwandeln. Diese wurde vom
Staat anerkannt und registriert. Somit entstand im Jahr 1980 die Mbalizi Evangelistic Church (MEC).
Mit
diesem Schritt wurde das ganze Hab und Gut in einheimische HŠnde gelegt, d.h.
der Kirche
Ÿbergeben.
Markus Lehner wurde als Vorsitzender der gesamten Arbeit gewŠhlt. In dieser
neuen
Phase
entstand ein sehr aktiver Evangelisations- und Predigtdienst, welcher vor allem
von
Einheimischen
durchgefŸhrt wurde. So entstanden rund 200 Gemeinden/Kirchen in den letzten 30 Jahren
(Stand 2011).
In den
Jahren 1980 bis 2004, in denen Markus Lehner wiederholt zum PrŠsidenten
(Vorsitzenden) der MEC gewŠhlt wurde, konnten auch 22 verschiedene Gemeinde- und
sozialdiakonische Projekte realisiert
Unsere
Hauptziele sind die VerkŸndigung von Gottes Wort, sowie dem Menschen
ganzheitlich zu
dienen,
nach dem Motto unseres Signets ãServe God and help peopleÒ. Damit wir
dem Menschen auf mšglichst vielen Ebenen helfen kšnnen, sind wir bestrebt, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Dies
geschieht unter anderem in der Ausbildung von Einheimischen zu fŠhigen und
kompetenten Mitarbeitern, damit sie in den verantwortungsvollen Dienst
eingegliedert werden kšnnen. In diesem Zusammenhang wurde Ende Juni 2004 ein
neuer Hauptverantwortlicher (Vorsitzender), nŠmlich Pastor Emanuel Sanga,
eindeutig gewŠhlt, der 2008 wiedergewŠhlt wurde. So sind die Missionare dem
leitenden Gremium, das heisst, der Kirche in Tansania unterstellt.
Die
Missionare wollen sich vermehrt in den Gebieten einsetzen, wo einheimische
Mitarbeiter noch am Lernen sind. Sie verstehen sich als Berater und wenn nštig
auch als Leiter, aber immer im Wissen, dass Einheimische geschult und die
Funktionen Ÿbernehmen sollten.

Die MEC
ist eine unabhŠngige evangelische Kirche, ist Mitglied der CCT (âChristian
Council of TanzaniaÔ ) und besteht aus folgenden Bereichen:
á
Gemeindebau: Rund 180 ãEvangelistic ChurchesÒ
gibt es zurzeit in Tansania in den Regionen Mbeya, Rukwa, Tabora, Morogoro und
Mwanza, dazu 18 Gemeinden in Kenia und einige in Burundi. Neue Kirchen entstehen
durch die Eigeninitiative von Einheimischen, die gerne in ihrer Region eine
Gemeinde grŸnden und sich der MEC anschliessen mšchten.
á
Bibelschule in Mshewe: Bietet ein 2-JŠhriges Bibelstudium
fŸr einheimische Familien an.
á
Kinder- und Jugendarbeit: Sonntagschule, Jugendgruppen,
Chšre, Leiter-Seminare,
Mahlzeitendienst und Ausbildungshilfe fŸr
Waisenkinder (Patenschaften) etc.
á
Frauenarbeit: Ausbildung von Leiterinnen im Biblischen
Unterricht und im NŠhen, Seminare und Schulungen in den Frauengruppen der
Aussengemeinden, NŠhprojekt in Mbalizi fŸr
Frauenleiterinnen der Gemeinde.
á
Ausbildung: Ausbildungsmšglichkeit zum
Schreiner/in und Automechaniker/in, sowie in der
Auto Fahrschule, dazu Computer- und
Sekretariatskurse in Sumbawanga. ZweijŠhrige Schreinerkurse werden in 3
Regionalzentren der Kirche angeboten (Lubwe, Hampangala, Kasusu).
á
âMbalizi SpitalÔ in Ifisi : 200-Betten Spital, von der
Regierung als Regionalspital anerkannt.
á
Krankenschwesternschule âNursing CollegeÔ in Ifisi mit 150
Studenten/Innen (inkl. Laborkurs)
á
Gastgewerbe: (Touristen-) UnterkŸnfte am
Malawisee im ãLake Shore ResortÒ in Matema,
im
ãKaribuni CenterÒ in Mbeya und im ãIfisi Community CenterÒ ICC in Ifisi.
Konferenzhallen, Wohnungen, Restaurant in Mbeya und Ifisi.
á
Begegnungszentrum Ifisi ICC: Zentrum in der NŠhe von Mbalizi
mit Hotel und GŠstehaus, Restaurant, BŸcherladen, Handicraft- und Batikshop
usw.
á
Missionarskinderschule im ICC Ifisi: es werden neu 4
SchŸler nach dem Schweizer Lehrplan
unterrichtet (2011)
á
Tegemeo Farm: Die Tegemeo Farm, 16 km von
Mbalizi entfernt, ist seit ein paar Jahren zum
Kaffeeanbau verpachtet. Auf dem FarmgelŠnde
befindet sich ferner die Bibelschule
der MEC.
Die
Missionare werden von der Schweiz aus von der Schweizerischen
Missions-Gemeinschaft (SMG),
Zentrum
GrŸze, Winterthur Tel: +41 (0)44 913 15 51, www.smgworld.ch
oder mailto
smg@smgworld.ch betreut.
Folgende Langzeitmissionare sind in der MEC
tŠtig und Ansprechpersonen in ihren jeweiligen Aufgabenbereich:
á
Markus Lehner: seit 1970 in der Arbeit tŠtig. Er
wurde als Vorsitzender ins leitende
Gremium gewŠhlt. Ebenfalls ist er ãDirector of
DevelopmentÒ und hat somit die
Hauptverantwortung fŸr die Projekte und die
Sozialarbeit. Er ist auch Missionars-Koordinator
und somit Ansprechpartner fŸr die Missionare
und ihre Anliegen.
á
Hanni Lehner: Ehefrau von Markus. Arbeitete
frŸher im Spital mit und ist heute u.a. in der Frauenarbeit tŠtig.
á
Susi Steffen: Seit 1981 im Gesundheitsbereich
tŠtig. Zusammen mit der Oberschwester und
dem Chefarzt leitet sie das Spital. Sie
engagiert sich in der Sonntagsschule in Mbalizi und ist
auch in der Kinderarbeit der gesamten Gemeinde
tŠtig.
á
Susanna Joos: War seit 1981 in verschiedenen
Bereichen der Mission tŠtig. Sie ist Mitglied
des Grossen Komitees und ihr wurde das
Finanzwesen unterstellt. Sie ist ebenfalls im
administrativen Bereich tŠtig. Als
Koordinatorin ist sie fŸr das ãKaribuni CenterÒ und das
ãMatema Lake Shore ResortÒ sowie fŸr die
Computer Schule in Sumbawanga zustŠndig.
á
Lydia Maag: Hat mehrere Jahre Missionarskinder
unterrichtet. Sie ist seit 18 Jahren fŸr
die Frauenarbeit zustŠndig, in der Leitung des
NŠhprojekts und als Koordinatorin allgemein. ZusŠtzlich ist sie im ICC Ifisi
als Koordinatorin eingesetzt.
á
Daniel Kappeler: Seit 2008 als technischer Leiter
in Ifisi (Spital und ICC) tŠtig.
á
Sereina Kappeler: Ehefrau von Daniel. Teilzeitlich
als Physiotherapeutin im Spital aktiv. Drei
Kinder: Andrin 11 Jahre, Levin 9 Jahre, Bastian
7 Jahre.
á
Andi Kemmler: Seit 2008 als Arzt im Spital
tŠtig.
á
Sue Kemmler: Ehefrau von Andi und Mutter und
Familienmanagerin von vier Kindern:
Micha 8
Jahre, Timea 6 Jahre, Jael 4 Jahre und Julia
Neema ½ Jahr.
Information
Ÿber Leben und Arbeit der Missionare gibt der MEC-Rundbrief, der dreimal
jŠhrlich
erscheint
sowie die Freundesbriefe der einzelnen Missionare. Der MEC-Rundbrief kann bei
der SMG
bestellt
werden.
Allgemeine Informationen zu
Tansania - Mbalizi
Tansania – facts
FlŠche: 943000
km2
Hauptstadt: Dodoma
Hafenstadt: Dar-es-Salaam
Bevšlkerung: rund 44 Millionen
WŠhrung: Tansanische
Shilling (TSh); CHF 1. – entsprechen ca. 1500.- TSh. – (genauer
Kurs bei der
Bank nachfragen, da der TSh stark
schwankt.)
Tansania – Geschichte
Tanganyika war von 1885 - 1918 unter Deutscher Herrschaft (âDeutsch
OstafrikaÔ) und von 1918 – 1961 ein Protektorat von Grossbritannien.
1961
erlangte Tanganyika die UnabhŠngigkeit (9.Dez.1961). 1964 fand der
Zusammenschluss mit Sansibar statt und der neue Staat wurde Tansania genannt.
Die
Bevšlkerung Tansanias besteht zum Hauptteil aus BantustŠmmen. Von Norden her
wanderten
die Neo-Niloten
(u. a. Massai) nach Tansania ein und bilden die zweitwichtigste Stammesgruppe.
Kulturell und religišs steht das Land unter verschiedenen EinflŸssen (Europa,
Nordafrika und Indien).
Die zwei
Hauptreligionen sind das Christentum und der Islam. In lŠndlichen Gebieten
haben
Stammesreligionen
und der Animismus den gršssten Stellenwert.
Als
Handelssprachen gelten Kiswahili und Englisch. In der Grundschule wird
Kiswahili unterrichtet, in
der
weiterfŸhrenden Schule Englisch. Die meisten Tansanier haben jedoch eine
der 127
Stammessprachen
als Muttersprache. Englisch sprechen die Leute vor allem in touristischen
Gebieten
(GrossstŠdte im Norden und an der nordšstlichen KŸste).
Tansania - Geografie
Tansania
liegt an der OstkŸste des Kontinentes Afrika, grenzt an den Indischen Ozean und
ist umgeben von Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Kongo, Sambia, Malawi und
Mosambik. Drei grosse Seen liegen ebenfalls im Grenzgebiet: Viktoriasee,
Tanganyikasee und Malawisee (oder Nyassasee).
Das Land
zeigt unterschiedliche Gesichter. Klima, Fauna und Flora sind von Region zu
Region
verschieden.
Nebst den Nationalparks ist Tansania auch fŸr den hšchsten Berg Afrikas, den
Kilimanjaro
(5895m. Ÿ. M.), bekannt.
Die
Region Mbeya – Mbalizi ist touristisch wenig erschlossen. Mbeya ist eine
Provinzhauptstadt
im
sŸdwestlichen Hochland. Mbalizi (1300m Ÿ. M.) liegt 13 km von Mbeya entfernt an
der
Hauptverkehrsstrasse
Dar-es-Salaam - Sambia. Von der
Hafenstadt Dar-es-Salaam sind es knapp 900 km nach Mbeya. Mbalizi liegt am grossen Grabenbruch (âRift
ValleyÔ) und ist von bis zu 3000 Metern hohen Bergen umgeben.
Das
Klima ist in der Trockenzeit (Mai – November) mit Tagestemperaturen von
rund 20-30¡C und
Nachttemperaturen
von ca. 15¡C angenehm kŸhl. Die Regenzeit (ab Mitte November) bringt
Temperaturen von rund 30-35¡C.
Informationen rund um den Einsatz in der MEC
Sprache:
Obwohl
English als zweite Handelssprache gilt, beherrscht es in SŸdwest-Tansania nur
ein Bruchteil
der
Afrikaner. Vor allem fŸr die Arbeit, aber auch fŸr die AlltagsgesprŠche (auf
dem Markt usw.) ist es
sehr
wichtig, sich in Kiswahili verstŠndigen zu kšnnen.
Kiswahili
ist eine einfach aufgebaute Sprache mit relativ kleinem Wortschatz. Viele neue
Wšrter
werden
aus dem Englischen Ÿbernommen. Jedoch sollte das Erlernen der Sprache nicht
unterschŠtzt
werden,
da sie eine ganz andere Grammatik hat, als die lateinischen / germanischen
Sprachen. Auch
Leute,
die schnell europŠische Sprachen lernen, kšnnen ihre MŸhe mit dem Erwerb des
Kiswahili
haben.
Die
Sprachschule mit den besten Echos befindet sich in Morogoro. Die ãELCT Language
and
Orientation
SchoolÒ bietet 2-mal im Jahr Langzeitkurse (4 Monate) an. Es gibt aber auch die
Mšglichkeit,
individuell fŸr eine bestimmte Zeit Kurse zu besuchen (Einzel- bzw.
Paarunterricht). Der
Unterricht
findet in Englisch statt und bietet nebst dem Unterricht eine ãsanfteÒ
EinfŸhrung in die
Tansanische
Kultur. Kinderbetreuung ist wŠhrend des Unterrichts gewŠhrleistet. Die Kosten
belaufen
sich fŸr
einen 4-Wochen-Kurs auf ca. 240 US$ fŸr den Unterricht, 410 US$ fŸr Unterkunft
und
Verpflegung
und 75 US$ fŸr BŸcher. Weitere Informationen erhŠlt man unter:
elct_language_school@yahoo.com
Neuerdings
gibt es eine weitere Sprachschule in der NŠhe von Iringa im Riverside-Camp. Die
Kosten
belaufen
sich fŸr einen 4-Wochen-Kurs auf ca.: 320 US$ fŸr den Unterricht, 300 US$ fŸr
Unterkunft
und
Verpflegung und 20 US$ fŸr BŸcher. Weitere Informationen erhŠlt man unter:
riversidecampsitetz@hotmail.com
In Dar es
Salaam gibt es eine weitere Sprachschule, die Kurse in verschiedenen
Schwierigkeitsstufen
anbietet.
Ein drei Wochen AnfŠngerkurs kostet 210 US$. Unterkunft und Verpflegung muss in
Dar es
Salaam
selbst organisiert werden (ca. 100 US$ pro Woche). Weitere Informationen erhŠlt
man im
Internet
unter: http://tanzaniaswahili.or.tz
FŸr eine
kurze EinfŸhrung in Kiswahili sind folgende BŸcher hilfreich: ãKisuaheli
– Wort fŸr WortÒ
(Kauderwelsch
Band 10 vom âReise know-howÔ Verlag) auch mit Begleitkassette erhŠltlich oder
die CD
Rom von
Rosetta Stone ãSwahili ExplorerÒ (www.RosettaStone.com
)
Wohngelegenheiten:
Die
Mission bietet ihren Missionaren verschiedene WohnhŠuser fŸr Einzelpersonen,
Ehepaare oder
Familien
an. Die Wohnungen befinden sich in Mbalizi sowie in Ifisi.
KurzzeitlerInnen
werden in der NŠhe des Spitals in verschiedenen UnterkŸnften mit
Kochgelegenheit
untergebracht.
Auf Wunsch auch Unterkunft im offiziellen GŠstehaus oder Hotel mšglich.
Auto:
Die
šffentlichen Verkehrsmittel sind nicht vergleichbar mit schweizerischen
VerhŠltnissen. FŸr
†berlandstrecken
gibt es zwar komfortable und einigermassen zuverlŠssige Busse, im Nahverkehr
fahren
jedoch meist nur sehr ŸberfŸllte Kleinbusse. Es ist deshalb ratsam, ein eigenes
Auto zu haben.
Die
StrassenverhŠltnisse sind nebst der Hauptstrasse vor allem in der Regenzeit zum
Teil sehr
schlecht
und je nach Arbeitsbereich ist ein guter GelŠndewagen unersetzlich.
Der
Tansanische Fahrausweis kann fŸr Tsh 20'000. – erworben werden. Um den
Ausweis beim
Verkehrsamt
zu erhalten braucht es einen âInternationalen FahrausweisÔ und zwei identische
Passbilder
(wobei die Ohren zu sehen sein sollten).
Tansania
hat Linksverkehr. Es ist auch mšglich Fahrstunden zu besuchen (z.B. fŸr
GelŠndefahrten mit
dem
eigenen Auto).
Geld:
Der
tansanische Shilling ist weitgehend die einzige Zahlungsmšglichkeit in
Tansania. Nur in
touristischen
Gebieten (nicht Mbeya) kann mit Visacard, EC Card bzw. auslŠndischer WŠhrung
(US-Dollar,
Euro)
gezahlt werden. Die Eintritte sowie die †bernachtung in den Nationalparks sind
in US Dollar zu
entrichten.
Geldwechsel
/ Geldbezug: In Mbalizi selber und in allen gršsseren StŠdten gibt es
heutzutage
Bankautomaten,
an welchen mit den meisten Karten (inkl. Postcard) Bargeld abgehoben werden
kann.
Alle Banken in Mbeya tauschen auslŠndisches Bargeld (US Dollar, Euro, CHF) ohne
Probleme.
Einen guten Kurs bekommt man auch direkt am
Flughafen in einen der WechselbŸros.
Telekommunikation:
Das
Mobiltelefon ist die gŠngigste und zuverlŠssigste Art der Kommunikation
innerhalb Tansanias. Es
gibt
verschiedene Anbieter (Vodacom, Zain u.a.) und die einfachste Art ist die
ãprepaidÒ Bezahlung. Es
empfiehlt
sich deshalb, eine tansanische Pre-Paid-SIM-Karte zu kaufen anstatt die
europŠische SIM-
Karte zu
benŸtzen (hohe Roaming GebŸhren). AuslandgesprŠche von Tansania nach Europa
sind sehr
kostspielig
(Festnetz 0.80 US$ pro Minute bzw. Mobilfunk 1,15 US$ pro Minute). Wesentlich
gŸnstiger
ist es, sich von Europa aus Ÿber ãBillig-VorwahlenÒ anrufen zu lassen (ca. 0,50
US$ pro
Minute;
siehe www.comparis.ch oder www.billiger-telefonieren.de ).
Das
Internet ist die einfachste Form der schriftlichen Kommunikation. Dies ist an
verschiedenen
Orten
intern auch mšglich.
Die
Briefpost ist mehr oder weniger zuverlŠssig. Eingeschriebene Briefe kommen in
der Regel an. Es
kommt
aber immer wieder vor, dass normale Briefe und PŠckchen verloren gehen.
PŠckchen mŸssen
gegen
eine ZollgebŸhr (meist aufwŠndige Verhandlungssache) herausgelšst werden.
Einkauf:
Die
Einheimischen leben sehr einfach. Die, die eine Arbeitsstelle haben, verdienen
zwischen TSh.
100'000.
– und 250'000. – im Monat. Die Grundnahrungsmittel (Reis,
SaisongemŸse und -frŸchte,
Mehl, Zucker)
sind daher fŸr EuropŠer auf dem Markt sehr billig zu erwerben. Dagegen sind
Importprodukte
zum Teil teurer als in Europa. Ein Supermarkt gibt es zurzeit keinen, jedoch
zwei
GeschŠfte
in Mbeya, die Importprodukte, Hygieneartikel, usw. verkaufen. (Kinderwindeln
sind jedoch nicht in allen Gršssen erhŠltlich).
Ein
gutes Kochbuch (Schulkochbuch mit Grundrezepten) ist jedoch zu empfehlen, da
keine Fertigprodukte zu kaufen sind.
Kleider
kšnnen auf dem Markt erworben werden. Diese sind meist âsecond handÔ, aber zum
Teil noch
in sehr
gutem Zustand.
Spezielle
BŸcher, Landkarten, aber auch HaushaltsgerŠte und Computerzubehšr kšnnen nur
beschrŠnkt
und z.T. Ÿberteuert in Mbeya erworben werden. In Dar es Salaam ist jedoch fast
alles
erhŠltlich
(auch Katadyn Wasserfilter).
Kosten:
Die
monatlichen Kosten richten sich natŸrlich sehr stark nach den persšnlichen
BedŸrfnissen. Die
MobilitŠt
(z.B. eigenes Auto) sowohl ReiseansprŸche spielen dabei eine sehr grosse Rolle.
Als
Einzelperson
muss man mit monatlichen Ausgaben zwischen 500.- und 750.- CHF vor Ort rechnen.
Bei
der
Ausreise mit der SMG kommen noch monatliche Abgaben und VersicherungsgebŸhren
in der
Schweiz
hinzu.
Kinder/Schule:
Kinder
reagieren unterschiedlich auf die fremde Kultur. Eltern sollten sich Ÿberlegen,
wie sie ihre
Kinder
mit einbeziehen, vorbereiten, begleiten und unterstŸtzen wollen.
Die
Schule fŸr Missionarskinder ist eine Elterninitiative, d.h. die Eltern sind
neben den Lehrern fŸr die
Schule
verantwortlich. In Absprache der Kirchenleitung werden Ÿber die MEC
Arbeitsbewilligungen
fŸr
LehrkrŠfte eingeholt.
Es gibt
von der Mission aus keinen eigenen Kindergarten fŸr Missionarskinder. FŸr die
Kinder der
BibelschŸler
(Einheimische) in Mshewe gibt es jedoch einen Kindergarten, in dem auch
Missionarskinder
willkommen
sind.
Verhaltensregeln:
(Spezielle
Kleidungsregeln fŸr die Frau stehen im nŠchsten Abschnitt.)
FŸr
beide Geschlechter gilt es gewisse Sachen zu beachten:
Paare
geben sich als solche in der …ffentlichkeit nicht zu erkennen. HŠndchen halten,
Umarmen und
KŸssen
ist in Gegenwart der Einheimischen nicht akzeptiert. Frauen oder MŠnner, die
sich gut
kennen,
kšnnen sich problemlos (auch in der …ffentlichkeit) umarmen und an den HŠnden
halten.
MŠnner
mŸssen im Gottesdienst gut gekleidet sein und dŸrfen auf keinen Fall Shorts
tragen.
FŸr die FrauÉ:
Frauen
sollten bestimmte Kleiderregeln einhalten. Noch nicht lange her, war es nicht
schicklich, dass
eine
Frau eine Hose anzieht. In der stŠdtischen Gegend ist es inzwischen kein
Problem mehr als Frau
Hosen
anzuziehen. Diese sollten jedoch nicht zu eng sein.
Nach wie
vor ist es tabu kniefreie Hosen / Jupes anzuziehen und bauchfreie Kleidung zu
tragen. FŸr
den
Gottesdienst sollte keine Hose angezogen werden. Bei Besuchen in lŠndlichen
Gegenden
sollte
mindestens ein Tuch um die Hose geschlungen werden.
FŸr die
Hygiene der Frau sind die meisten Artikel in Mbeya kŠuflich (Binden,
Slipeinlagen in diversen
Arten
und Formen). Wer jedoch Tampons gewšhnt ist, sollte diese entweder aus Europa
mitnehmen,
oder in
Dar es Salaam kaufen.
Viele
Shampoomarken sind in Dar es Salaam erhŠltlich (Panthene, Timotei, Dove, usw.).
Eine kleine
Auswahl
an Shampoos gibt es auch in Mbeya zu kaufen. Mit Haarspray, Haarschaum, Tages-
und Nachtcremes wird es schwieriger, die Auswahl beschrŠnkt sich auf ein
Minimum.
Gesundheit:
Zur
Mission gehšrt ein Hospital, wo Standartmedikamente (Antibiotika,
Schmerzmittel) vorhanden
sind. Es
hat sich aber gezeigt, dass einige diese Medikamente sich in ihrer Wirkung von
den
europŠischen
unterscheiden. Es ist deshalb ratsam einen kleinen Vorrat mitzunehmen, wie z.
B.
Malariaprophylaxe
(muss mit dem Tropenarzt individuell abgeklŠrt werden) oder individuelle
Medikamente
fŸr Heuschnupfen, Diabetes, Herzprobleme, Rheuma, VerhŸtung, BlutverdŸnner usw.
Das
Labor des Spitals kann auf Parasiten und Malaria untersuchen sowie Blutbilder
machen. Einfache
Notfalloperationen
werden routinemŠssig durchgefŸhrt. Das tansanische Gesundheitssystem ist
jedoch
qualitativ schlechter als das europŠische. KlŠren sie mit Ihrer Krankenkasse
mšgliche
Optionen
fŸr die Behandlung / RŸckfŸhrung nach Europa. Die SMG kann auch Ÿber
Krankenkassen
Auskunft
geben. Rega-Gšnner ist empfehlenswert! Beim Einsatz des Learjets werden jedoch
erst ab €quator die Kosten
Ÿbernommen.
Ein
halbes Jahr vor der Ausreise sollte ein Besuch beim Tropenarzt eingeplant
werden, damit
genŸgend
Zeit bleibt, gewisse Impfungen und deren Wiederholung zu machen (z. B. die
Hepatitis
Impfung wird in 2-3 Dosen Ÿber ein halbes Jahr verteilt gespritzt). Zurzeit
besteht zwar
keine
Impfpflicht fŸr Tansania, aber es ist ratsam folgende Impfungen durchzufŸhren:
Auffrischung
von
Polio, Diphtherie und Tetanus; Hepatitis A+B; Gelbfieber. Alle Impfungen bitte
in den internationalen (gelben) Impfausweis eintragen lassen. BezŸglich Malaria
Prophylaxe sind verschiedene Medikamente auf dem Markt und es empfiehlt sich,
dies mit dem Tropenarzt abzusprechen.
Auch der
Zahnarzt sollte vor der Ausreise besucht werden. Denn nur in Dar es Salaam gibt
es noch
andere
Mšglichkeiten als ZŠhne ziehen und Amalgam FŸllungen. Auch Zahnkorrektive
Behandlungen
sind in
Mbeya nicht mšglich.
Wer
weitere Fragen zur Gesundheit in den Tropen hat, kann mit Andi Kemmler ( askem@datacomm.ch ) oder Susi Steffen
Kontakt aufnehmen. Ein Hilfreiches Buch (auch fŸr Laien) ist ãWo es keinen Arzt
gibtÒ von David Werner (Reise know how Verlag). Die deutsche Ausgabe ist abgekŸrzt,
im Englischen gibt es die ungekŸrzte Ausgabe unter dem Titel ãWhere there is no doctorÒ.
Im
Hospital der Mission besteht die Mšglichkeit der Schwangerschaftsuntersuchung.
Auf Wunsch
kšnnen
auch Ultraschalle gemacht werden. Zur Geburt ziehen es die meisten Frauen vor,
nach Europa
zurŸckzukehren,
da die Notfallversorgung besser gewŠhrleistet ist, und die physisch und
psychisch
anspruchsvolle
Zeit nach der Geburt im Familienkreis verbracht werden kann.
Vor der
Abreise sollte auch geklŠrt werden, was im Falle eines Todesfalles geschehen soll
bzw.
Benachrichtigung,
RŸckfŸhrung usw.
Freizeit/Ferien/AusflŸge:
GrundsŠtzlich
gilt die Schweizer Regelung der 4 Ferienwochen. Diese werden mit der Missions-
und
Ressortleitung
abgesprochen. FŸr Kurzzeit-EinsŠtzler von 3 Monaten gilt eine 2 Wochen-Regelung.
Mbalizi
ist, wie schon erwŠhnt, von Bergen umgeben. Wer gerne wandert, wird hier ein
wunderschšnes
und touristenfreies Gebiet finden. Wege sind aber nicht gekennzeichnet, so dass
es
von
Vorteil ist, einen FŸhrer mitzunehmen. Wer spezielle Touren ohne FŸhrer machen
mšchte, braucht
ein GPS
(elektronisches Ortungssystem). Fahrradfahrten sind mit einem bergtauglichen
Fahrrad
mšglich,
auf Hauptstrassen jedoch mit Risiken (aggressiver Autoverkehr) verbunden.
In
Matema (3 Stunden mit dem Auto) am Malawisee, kann fŸr einen gŸnstigen Preis im
Resort der
Mission
Ÿbernachtet werden.
Weitere
Information findet man in der Reiseliteratur (Reise know how, Lonely Planet,
Rough guide
usw.)
Einreise
FŸr die
Einreise in Tansania braucht man einen noch 6 Monate gŸltigen Reisepass. FŸr
einen
Kurzzeitaufenthalt
von 3 Monaten ist ein normales Besucher-Visum ausreichend, welches man bei
direkt
der Einreise in Tansania im Flughafen bekommt (ca. 50 USD). FŸr
Arbeitsaufenthalte Ÿber 3
Monate
ist eine Arbeitserlaubnis erforderlich, welche von der MEC beantragt wird.
Dar es
Salaam wird zurzeit von folgenden internationalen Fluglinien angeflogen: SWISS,
Emirates, Qatar Air, British Airways, KLM u.a.
WeiterfŸhrende Literatur
WeiterfŸhrende
Informationen Ÿber das Land und Leute findet man auch in folgenden
ReisefŸhrern:
- Jšrg Gabriel
Tansania, Sansibar, Kilimanjaro
Reise Know-How Verlag
ISBN 3-8317-1138-0
- Lonely Planet
Tanzania
ISBN 1-74059-046-0
Praktische
Tipps fŸr die Vorbereitung auf einen MissionskurzeinsŠtze findet man in
folgendem
Englisch sprachigen Buch:
Martha Van Cise
Successful Mission Teams
A Guide for Volunteers
New Hope Publishers
ISBN 1-5630-169-0
FŸr
weitere Informationen stehen auch die MEC Missionare und die SMG zur VerfŸgung.
MEC Mbalizi
Evangelistic Church SMG
P.O. Box
219 Schweizerische
Missions-Gemeinschaft
Mbeya Industriestrasse
1
Tansania
Postfach
CH-8401 Winterthur
www.mec-tanzania.ch www.smgworld.ch
mec@mec-tanzania.ch smg@smgworld.ch